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die erste hausgeburt unseres 6.kindes
Aaaalso, am 10. Tag nach ET hatten wir einen CTG-Termin im Geburtshaus, in
dem meine Hebamme früher tätig war. Leider sah sie in dem CTG einige
"Spitzen", die da nicht sein sollten. Nur ganz kleine, aber sie bat
mich, am Nachmittag noch einmal wiederzukommen und das erneut zu
kontrollieren. Wir sind dann gegen 16:30 h wieder zum CTG dort gewesen und da
war es wieder ok bis auf eine Abweichung.
Meine Hebamme bat mich, am nächsten Tag die Klinik, in der ich mich
vorsorglich zur Geburt angemeldet habe, falls ich bei der Hausgeburt verlegt
werden müßte, aufzusuchen und dort einen US machen zu lassen. Ich war
ziemlich traurig, weil ich mir dachte, dass die mich nicht mehr gehen lassen
werden, 11 Tage über den Termin!!! Eine wirklich blöde Situation!!! In
der Nacht dann, gegen 2:30 h, wachte ich auf und hatte Wehen- endlich!!! Ich
lief dann rum, aß eine Gurke (ich denke, ich habe in der Schwangerschaft
sicherlich an die 200 Gurken verspeist )und habe abgewartet, ob die Wehen
bleiben oder wieder einmal verschwinden. Aber sie blieben ! Gegen 4:30 h habe
ich meinen Mann geweckt und wir haben uns entschieden, dass ich die Hebamme
anrufe. Das habe ich dann kurz vor 5 getan und sie war gegen 5:30 h hier. Die
zweite Hebamme war um 6:30 h bei uns und leider wurden dann auch nach und nach
die Kinder wach. Wir haben meinen Bruder angerufen, der ziemlich schnell hier
war und sind dann mit beiden Hebammen nach oben umgezogen. Mein Bruder hat die
Kinder betreut. Mein MM war vollständig eröffnet, aber die Fruchtblase stand
noch. Die Hebamme hat aber nicht eingegriffen, weil es dem Baby und mir sehr
gut ging. So bin ich hin und hergetigert, auf die Toilette gegangen und wieder
ins Schlafzimmer-puh, das war schon anstrengend. Irgendwann ist dann die
Fruchtblase mit einem lauten Platsch zersprungen- so ein Gefühl hatte ich
noch nie! Es war total seltsam! Ich bin auf den Gebärhocker gegangen und
Frank hat sich hinter mich gesetzt, hat mich fest gehalten und ich habe mit
tierischen Kräften das Baby aus mir herausgeschoben! Oh Mensch, ich dachte
teilweise, ich schaffe das nicht mehr und mir war schlecht und ich war auch wütend
und wollte nicht mehr...aber es musste ja raus! Und das wollte ich auch, so dass
ich alle meine Energien mobilisiert habe und dieses Kindchen aus mir
rausgeschoben habe...und dann lag es da, auf dem Tuch vor uns. Ich höre noch
Franks Stimme in meinem Ohr "Guck mal, unser Baby, unser Baby, die
Fingerchen und wie klein und sieh´mal, da ist es, das ist unser Baby..."
Ach ja, es war der schönste Moment, den ich je erlebt habe! Ich sehe es noch
vor mir, dieses kleine Wesen, so bläulich, es bewegte sich, das schwarze Haar
klebte am Köpfchen und ich fragte dann irgendwann tatsächlich, ob ich es
nehmen darf (*tse). Ich hob sie hoch und es war ein so tolles Gefühl, sie an
meiner Haut zu spüren, diesen kleinen Körper, der so schwer auf meinen Armen
ruhte. Ich drückte sie ganz fest an mich, ganz fest! Und ich war so stolz und
glücklich- Unser Baby war da! Endlich!!! Ich bin dann in mein Bett gegangen,
das Baby fest im Arm und es war ein irres Gefühl, im eigenen Bett zu liegen!
Die Plazenta wurde geboren und danach haben wir die Kinder geholt. Oh, wie süß
sie waren, wie sie staunten, ihre kleine Schwester zu sehen, noch nackt mit
dem Rest der Nabelschnur! Es war unglaublich, wie ehrfurchtsvoll sie die
Kleine ansahen! Die Hebamme hat mir dann beim Duschen geholfen, nachdem
wir die kleine Theresa in unserem Bett gewaschen, gemessen und gewogen haben.
Sie war keinen Moment fort von mir, ich konnte sie die ganze Zeit sehen und
berühren. Das kannte ich auch noch nicht aus den Kliniken. Nach 2
Stunden hat die Hebamme uns dann verlassen. Ich fühlte mich super, wurde mit
Essen versorgt und immer wieder schlich eins der Kinder zu mir und legte sich
mit ins Bett, um an der kleinen Schwester zu riechen und sie zu bestaunen!
Diese Erfahrung war wirklich eine ganz wundervolle! Ich bin sehr froh, dass
wir das so erleben durften! Ich würde es immer wieder so machen!
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